Die Mina de Águas Claras: Bodennägel sichern eine riesige Tagebau-Grube

Die Mina de Águas Claras ist ein Tagebau-Bergwerk im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, in dem von 1971 bis 2002 Eisenerz abgebaut wurde. Das Bergwerk liegt im Südosten von Brasilien, nur 10 km nordöstlich von Belo Horizonte.

Bis zur Erschöpfung der Eisenerzvorräte im Jahr 2002 wurden in Águas Claras auf ca. 1.000 ha Fläche rund 300 Millionen Tonnen Eisenerz abgebaut. Nach der Schließung des Bergwerks füllte man die tiefe Grube teilweise mit Wasser, wodurch im Laufe der Jahre ein großer See entstand.

Bereits vor der Schließung des Bergwerkes ereignete sich im Jahr 1992 ein großer Hangrutsch, bei dem auch ein Teil des Bergrückens Curral einstürzte. Auch ein Bericht aus dem Jahr 2008 stellte viele sehr steile Hänge fest, die frei von Vegetation und somit der Erosion ungeschützt ausgesetzt waren. Die bereits von 2003 bis 2013 geplante Schließung und Sanierung des Bergwerk-Areals wurde jedoch immer wieder verschoben.

Da sich das ehemalige Bergwerk direkt neben einem stark besiedelten Gebiet befindet, stellten die freien Steilhänge in der Tagebaugrube ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Im Jahr 2013 entschloss sich der Eigentümer Vale daher, Sicherungsmaßnahmen durch­zuführen, um das Risiko des Abrutschens der Steilhänge zu minimieren und die Renaturierung sowie eine zukünftige Nutzung des gesamten Areals zu ermöglichen.

Im Rahmen des „Cava Oeste“ genannten Projekts wird seit August 2014 der am höchsten gelegene westliche Bereich der Grube umfassend gesichert. Dabei wird loses Erdreich entfernt und ein Drainagesystem angelegt, das zukünftig Erosion verhindert. Im Anschluss erfolgt eine stufenweise Hangsicherung von oben nach unten. Die Hänge werden mit Hilfe von bewehrten Sicherungsmatten gesichert und anschließend begrünt.

Das passive Hangsicherungssystem aus Bewehrungsmatten wird mit Hilfe von GEWI®-Bodennägeln, die direkt an der Oberfläche des Hanges wirken, in den stabilen Hangschichten rückverankert. Zur sicheren Fixierung der Bewehrungsmatten wurden 47.535 m GEWI®-Bodennägel, Ø 32 mm, St 50/55, mit einem Gewicht von 21 t eingebaut. Protendidos DYWIDAG lieferte die Bodennägel zusammen mit 7.310 Muttern.

SupplyProduction

Vale S/A, Brazil

BVP Engenharia, Brazil