Systeme sichern beeindruckende Hänge für die höchste Eisenbahnbrücke der Welt

Reisen war in der Gebirgsregion Jammu und Kashmir im Norden Indiens schon immer schwierig. Um die Reisezeiten erheblich zu verkürzen, beschloss die indische Regierung daher den Bau einer neuen, 345 km langen Eisenbahnstrecke von Jammu nach Baramulla.

Zu diesem Projekt gehört auch eine neue, 1.315 m lange Eisenbahnbrücke über den Chenab-Fluss in der Nähe der Ortschaft Katra. Nach ihrer Fertigstellung wird die Brücke, deren 469 m lange Hauptspannweite eine Höhe von 359 m über den Fluss Chenab erreicht, die höchste Eisenbahnbrücke der Welt sein.

Da die Chenab-Brücke für eine Lebensdauer von 120 Jahren konzipiert ist, benötigte der Generalunternehmer ein bewährtes, zuverlässiges System zur Stabilisierung der gewaltigen Hänge des Chenab-Tales, die Neigungswinkel zwischen 43° und 77° haben. Zudem musste das eingesetzte System erdbebensicher sein. DSI schlug das weltweit für seine Qualität und Zuverlässigkeit bekannte, doppelt korrosionsgeschützte DYWIDAG-Stabankersystem aus DYWIDAG-Stäben der Güte WR vor.

Angesichts der Tatsache, dass die Baustelle in einem der schwierigsten und entlegensten Gebiete Indiens liegt, beschloss DSI zusammen mit ihren Partnern, die DYWIDAG-Anker in einer Feldfabrik direkt vor Ort aus hoch­wertigen Materialien zu produzieren, um so höchstmögliche Qualität zu garantieren. Auf diese Weise kann der dauerhafte Korrosionsschutz in unmittelbarer Nähe der Baustelle aufgebracht werden, und der auf die DYWIDAG-Systeme aufgebrachte Korrosionsschutz wird nicht während des langen Transports auf der Straße beschädigt.

Neben der Lieferung der DYWIDAG-Felsanker inklusive Zubehör beinhalteten die Leistungen von DSI und dem indischen Partnerunternehmen auch die Überwachung der Produktion vor Ort, die Installation und die Spannarbeiten an den Stabankern sowie die Lieferung des benötigten Equipments.

Bisher hat DSI bereits über 10.000 lfm DYWIDAG-Stäbe, hauptsächlich 40 WR sowie 47 WR, geliefert. Alle Systeme wurden in verschiedenen Längen inklusive Ankerplatten, Ankerkappen, Muttern, Hüllrohrsystemen und Korrosionsschutzmasse geliefert. Zudem setzte man zur Lastüberwachung das DYNA Force®-System für die erste geotechnische Anwendung in Indien ein.

Die Hangsicherung erfolgte in Lagen von 3-5 m von oben nach unten. Nach dem Aushub der jeweiligen Abschnitte wurden die Bohrlöcher für die DYWIDAG-Felsanker erstellt. Die Anker wurden installiert und im Anschluss an die Spannarbeiten mit Zementmörtel injiziert. Zur zusätzlichen Stabilisierung der Hänge brachte man abschließend Spritzbeton mit Stahlfaserverstärkung auf.

DSI ist stolz darauf, mit ihren zuverlässigen Systemen einen Beitrag zu diesem wichtigen Großprojekt zu leisten.

Productionsupplyengineering services

Konkan Railway Corporation Ltd., India

WSP Consulting, Finland, Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Germany