Flexible Felsanker-Systeme für alle Anforderungen: Die chilenische Ruta 5

Die Ruta 5 ist eine der wichtigsten Fernverkehrsstraßen in Chile und führt von der Grenze mit Peru bis in die im Süden gelegene Stadt Puerto Montt. Im Rahmen eines 300 Millionen US-Dollar teuren Projekts wird der Streckenabschnitt Ruta 5 Norte von Santiago bis zur rund 230 km weiter nördlich liegenden Hafenstadt Los Vilos zu einer modernen Autobahn ausgebaut.

Im Abschnitt km 74 bis 79 führt die Ruta 5 bei Cuesta de las Chilcas steil bergauf. Hier wird ein parallel zur bisherigen Straße verlaufendes Viadukt gebaut. Das Projekt beinhaltet eine neue Fahrspur in Richtung Süden, eine zusätzliche Fahrspur bergauf für den Güterverkehr und neue Begrenzungen auf beiden Seiten aus Betonfertigteilsegmenten für eine sichere Fahrbahntrennung. Die neue Streckenführung wird zudem weniger kurvig und bei einer maximalen Neigung von 7% wesentlich flacher verlaufen als die bisherige.

Die Hänge wurden an den Einschnitten, die für die neue Strecke erforderlich waren, umfassend gesichert, um durch Instabilität oder Erdbeben ausgelöste Hangrutschungen zu verhindern. Die schwierigen geologischen Bedingungen erforderten große Ankerlängen. Zudem musste die Installation der Ankersysteme an steilen Abhängen erfolgen.

Vor diesem Hintergrund schlug DSI Chile eine Kombination aus selbstbohrenden DYWI® Drill-Hohlstabsystemen und massiven DYWIDAG- und GEWI®-Felsankern vor.

Zur Sicherung einiger Bereiche mit instabilen Gesteinsschichten lieferte DSI Chile selbstbohrende DYWI® Drill-Hohlstabsysteme, Ø R32, in Längen von 12 m mit einer Gesamtlänge von 3.000 m. Für die Verankerung im tiefer liegenden, tragenden Fels setzte man insgesamt 25 t GEWI®-Felsanker, Ø 50 mm ein. Für einen weiteren Abschnitt lieferte DSI selbstbohrende, passive DYWI® Drill-Hohlstab-Bodennägel, die 9 bis 35 m tief im Hang installiert und auf ihrer gesamten Länge mit Zementmörtel verpresst wurden.

Im Bereich unterhalb des losen Erdkeils kam eine Kombination aus 57 t DYWIDAG-Felsankern, Ø 32 mm und selbstbohrenden DYWI® Drill-Hohlstabankern, Ø R51 – 660, mit einer Gesamtlänge von 1.160 m zum Einsatz. An einigen Streckenabschnitten wurden die Hangeinschnitte mit Bewehrungsmatten und Reibrohrankern, Ø 39,5 mm mit einer Gesamtlänge von 2.050 m bzw. 13 t GEWI®- Felsankern, Ø 25 mm, gesichert.

DSI Chile unterstützte den Generalunternehmer in allen Projektabschnitten kompetent in der technischen Planung. Dank der Vielseitigkeit der DYWIDAG-Systeme konnte DSI die für die jeweiligen Bedingungen geeigneten Produkte jeweils just-in-time auf die Baustelle liefern.

DesignProductionSupplyTechnical Support

Ministerio de Obras Públicas, Chile

Petrus Consultores Geotecnicos Ltda, Chile

Len & Asociados, Chile

FCC, S.A., Chile

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